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Die Uckermark

Die Uckermark ist flächenmäßig der größte Landkreis in Deutschland. Auf 3.058 km² leben ca. 145.000 Menschen im Nordosten des Landes Brandenburg.

Die Uckermark hat viel zu bieten. Neben einer malerischen Landschaft, die der Uckermark die Bezeichnung „Toskana des Nordens“ eingebracht hat, neben Nationalpark und Raffinerie- und Papiermetropole, neben Ehm Welk und Uckermärkischen Bühnen haben wir vor allem fleißige und engagierte Menschen, schöne Städte und Dörfer, die sich in den Jahren nach der deutschen Einheit sehr positiv entwickelt haben. Die Uckermark ist der Landkreis zwischen Berlin und Stettin und liegt seit der EU-Osterweiterung quasi mitten in Europa.

Aus den Altkreisen Angermünde, Prenzlau und Templin sowie der kreisfreien Stadt Schwedt wurde 1993 der Landkreis Uckermark gebildet. Sie geben auch gleichzeitig die Unterschiedlichkeit der Uckermark wieder. Angermünde und Templin bieten gut erhaltene Altstädte, touristische Anziehungspunkte und vielfältige Besuchsmöglichkeiten. Templin hat mit dem Thermalbad eine weitere wichtige Touristenattraktion und ist auf dem besten Wege zu einer bedeutenden Bäderstadt. Prenzlau ist unsere Kreishauptstadt mit Kultur und Geschichte. Schwedt hingegen ist eines der wichtigsten Industriezentren des Landes Brandenburg. Eine alte und gleichzeitig junge, moderne Stadt, die den Spagat zwischen Industrie und Nationalpark in unmittelbarer Nachbarschaft  schafft. Eine traditionell starke Landwirtschaft mit engagierten und innovativen Landwirten ist ein weiteres Markenzeichen der Uckermark.

Die Verbindung von Natur, Industrie, Mittelstand und Landwirtschaft gepaart mit einem vielfältigen kulturellen Leben in den Dörfern und Städten macht die Uckermark so lebens- und liebenswert.

Prenzlau, die Stadt am Uckersee, wurde bereits erstmalig 1187 urkundlich erwähnt und erhielt 1234 vom Pommernherzog Barnim I. das Stadtrecht. 1250 gelangte Prenzlau unter brandenburgische Herrschaft. Nach dem Aussterben der askanischen Markgrafen 1320 wechselte Prenzlau über 100 Jahre lang seine Machtzugehörigkeit bis die Stadt 1426 endgültig unter brandenburgische Hoheit kam. Der häufige Machtwechsel wirkte sich recht positiv auf Prenzlaus wirtschaftliche Entwicklung aus. Das belegen noch heute die imposanten Wehr- und repräsentativen Sakralbauten aus dem 13./14.Jh. Im Zuge der Reformation wurden im 16.Jh. die drei Prenzlauer Klöster säkularisiert. Der 30-jährige-Krieg war für Prenzlau und die gesamte Uckermark eine jahrzehntelang anhaltende Schreckenszeit, die eine entvölkerte und wirtschaftlich desolate Landschaft hinterließ.

Erst gegen Ende des 17.Jh. kam es durch die Ansiedlung von Hugenotten zu einem Bevölkerungszuwachs, zur Wiederbelebung des städtischen Handwerks und zur Einführung neuer Gewerbezweige. 1685 wurde Prenzlau Garnisonsstadt und ist heute Bundeswehrstandort. Obwohl Prenzlau am Ende des II. Weltkriegs zu über 85% zerstört wurde, gibt es in der Stadt noch eine Reihe attraktiver Sehenswürdigkeiten.

Zu den bedeutenden Bauwerken norddeutscher Backsteingotik gehören die wiederaufgebaute Marienkirche und das umfassend sanierte ehemalige Dominikanerkloster. 1990 bekundeten die Prenzlauer ihre Zugehörigkeit zum Land Brandenburg. Seit 1993 ist Prenzlau Kreisstadt der Uckermark.

 

Die Geschichte der Uckermark

Die leicht hüglige Landschaft, geprägt von zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen, hat die Uckermark der letzten Eiszeit zu verdanken.

Erste Belege für menschliches Leben in der Uckermark z.B. Arbeitsgeräte von Jägern verweisen auf die Steinzeit. Siedlungsreste erster Ackerbauern und Viehzüchter fand man in der nähe von Blindow aus dem vierten bis dritten Jahrhundert v. Chr.. Die unglaublich vielen Bodendenkmale – die Uckermark besitzt mit ca. 5000 Bodendenkmalen die meisten in ganz Deutschland – stammen ebenfalls aus dieser frühen Zeit.

Zu Beginn der Zeitrechnung lebten ostgermanische Burgunder und westgermanische Semnonen in unserer Region, bevor sie im Zuge der Völkerwanderung (4./5. Jahrhundert) die Uckermark verließen und im 5./6. Jahrhundert vom Osten her die Ukranen – ein slawischer Stamm – Einzug hielten. An die Besiedlung der Uckermark durch die Slawen erinnern heute immer noch viele Ortsnamen das fällt dadurch auf, dass fast jeder Name auf „…ow“ endet.
Ab den 10. Jahrhundert (1121) beginnen pommersche, deutsche und polnische Feudalherren, dass Stammesgebiet der Slawen zu erobern. Pommersche Herzöge erwerben 1178 das Gebiet und holen deutsche Adlige und Siedler in das Land. Die Markgrafen von Brandenburg dringen im 12./13. Jahrhundert in die Uckermark vor, gefolgt von immer mehr, deutschen Handwerkern, Kaufleuten und Bauern. 1250 tritt der Pommernherzog Barnim I die Uckermark an die brandenburgisch-askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. ab. (Vertrag von Landin).

Von Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum 15. Jahrhundert prägen, nach dem aussterben der Askanier, kriegerische Auseinandersetzungen um die Uckermark zwischen Pommern, Mecklenburg und Brandenburg die Geschichte. Im Jahr 1448 wird der Frieden zu Prenzlau geschlossen und fast die ganzen Uckermark gehört nun zu Brandenburg. Auch die Uckermark wurde von Not und Elend im Dreißigjährige Krieg nicht verschont. Als ständiges Durchzugsgebiet aller möglichen Heere und Grenzland zu Pommern und Mecklenburg gehörte die Uckermark zu den schwersten betroffenen Gebieten. Zu den verwüstungen durch den Krieg kam die Pest in die Uckermark. Ende des 17. Jahrhunderts besiedelten die Hugenotten in die Uckermark und brachten ihre Erfahrungen in Wirtschaft und Kultur mit.

1817 teilten die Preußen ihre Kreise neu auf, in der Uckermark entstanden die Kreise Angermünde, Prenzlau und Templin.

Der zweite Weltkrieg zerstörte Städte wie Gartz, Prenzlau und Schwedt über 80 %. Auch historische Bauwerke wie zum Beispiel die Prenzlauer Marienkirche werden schwer beschädigt.

Die Gebietsreform in der DDR verkleinert die Kreise und die Länder werden faktisch aufgelöst. Schwedt/Oder wird durch eine starke Industrialisierung (Petrolchemisches Kombinat, Papierindustrie) zur Kreisfreienstadt. Prenzlau und Templin gehören von nun an zum Bezirk Neubrandenburg und Angermünde zu Frankfurt/Oder.

Die Bürgerinnen und Bürger der Kreise Prenzlau und Templin entschlossen sich 1990 in einer Bürgerbefragung für eine Zugehörigkeit zum Land Brandenburg. 1992 folgten Gemeinden aus den Kreisen Pasewalk und Strasburg durch einen Staatsvertrag von Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg. Durch die Kreisneugliederung bildete sich 1993 aus den Kreisen Prenzlau, Angermünde, Templin und der nun nicht mehr kreisfreien Stadt Schwedt, der Landkreis Uckermark.