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Die Geschichte der Uckermark

Die leicht hüglige Landschaft, geprägt von zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen, hat die Uckermark der letzten Eiszeit zu verdanken.

Erste Belege für menschliches Leben in der Uckermark z.B. Arbeitsgeräte von Jägern verweisen auf die Steinzeit. Siedlungsreste erster Ackerbauern und Viehzüchter fand man in der nähe von Blindow aus dem vierten bis dritten Jahrhundert v. Chr.. Die unglaublich vielen Bodendenkmale – die Uckermark besitzt mit ca. 5000 Bodendenkmalen die meisten in ganz Deutschland - stammen ebenfalls aus dieser frühen Zeit.

Zu Beginn der Zeitrechnung lebten ostgermanische Burgunder und westgermanische Semnonen in unserer Region, bevor sie im Zuge der Völkerwanderung (4./5. Jahrhundert) die Uckermark verließen und im 5./6. Jahrhundert vom Osten her die Ukranen - ein slawischer Stamm - Einzug hielten. An die Besiedlung der Uckermark durch die Slawen erinnern heute immer noch viele Ortsnamen das fällt dadurch auf, dass fast jeder Name auf „…ow“ endet.
Ab den 10. Jahrhundert (1121) beginnen pommersche, deutsche und polnische Feudalherren, dass Stammesgebiet der Slawen zu erobern. Pommersche Herzöge erwerben 1178 das Gebiet und holen deutsche Adlige und Siedler in das Land. Die Markgrafen von Brandenburg dringen im 12./13. Jahrhundert in die Uckermark vor, gefolgt von immer mehr, deutschen Handwerkern, Kaufleuten und Bauern. 1250 tritt der Pommernherzog Barnim I die Uckermark an die brandenburgisch-askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. ab. (Vertrag von Landin).

Von Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum 15. Jahrhundert prägen, nach dem aussterben der Askanier, kriegerische Auseinandersetzungen um die Uckermark zwischen Pommern, Mecklenburg und Brandenburg die Geschichte. Im Jahr 1448 wird der Frieden zu Prenzlau geschlossen und fast die ganzen Uckermark gehört nun zu Brandenburg. Auch die Uckermark wurde von Not und Elend im Dreißigjährige Krieg nicht verschont. Als ständiges Durchzugsgebiet aller möglichen Heere und Grenzland zu Pommern und Mecklenburg gehörte die Uckermark zu den schwersten betroffenen Gebieten. Zu den verwüstungen durch den Krieg kam die Pest in die Uckermark. Ende des 17. Jahrhunderts besiedelten die Hugenotten in die Uckermark und brachten ihre Erfahrungen in Wirtschaft und Kultur mit.

1817 teilten die Preußen ihre Kreise neu auf, in der Uckermark entstanden die Kreise Angermünde, Prenzlau und Templin.

Der zweite Weltkrieg zerstörte Städte wie Gartz, Prenzlau und Schwedt über 80 %. Auch historische Bauwerke wie zum Beispiel die Prenzlauer Marienkirche werden schwer beschädigt.

Die Gebietsreform in der DDR verkleinert die Kreise und die Länder werden faktisch aufgelöst. Schwedt/Oder wird durch eine starke Industrialisierung (Petrolchemisches Kombinat, Papierindustrie) zur Kreisfreienstadt. Prenzlau und Templin gehören von nun an zum Bezirk Neubrandenburg und Angermünde zu Frankfurt/Oder.

Die Bürgerinnen und Bürger der Kreise Prenzlau und Templin entschlossen sich 1990 in einer Bürgerbefragung für eine Zugehörigkeit zum Land Brandenburg. 1992 folgten Gemeinden aus den Kreisen Pasewalk und Strasburg durch einen Staatsvertrag von Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg. Durch die Kreisneugliederung bildete sich 1993 aus den Kreisen Prenzlau, Angermünde, Templin und der nun nicht mehr kreisfreien Stadt Schwedt, der Landkreis Uckermark.




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Quelle: cdu.de

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