-

Aktuelles

Konsequente Haltung gegen “rechtes Spielfeld”

Uckermark Kurier | 11.01.2012

Weder auf dem Spielfeld, noch im Internet oder in der Gesellschaft haben braune Gesinnung und fremdenfeindliches Gedankengut etwas verloren. Darin sind sich Sportler und Politiker der Region nach dem jüngsten Vorfall einig.

Angebliche antisemitische, fremdenfeindliche und rechtsextremistische Äußerungen eines Kreisklasse-Schiedsrichters aus der Ost-Uckermark im Internet sorgen derzeit für Empörung, der Uckermark Kurier berichtete.

„Bereits am 27. Dezember wurde mit dem Schiedsrichter am Rande eines Hallenturniers eine Aussprache geführt“, schildert Frank Fleske, Vorsitzender des Fußballkreises Ost-Uckermark. Zugegen war ebenfalls Sören Kalz, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses. Der 22-jährige, unter Verdacht stehende Schiedsrichter habe dabei eingeräumt, Mitglied der NPD zu sein und entsprechendes Gedankengut im Internet verbreitet zu haben. Zugleich habe er sich für sein Verhalten entschuldigt und behauptet, sich über die Konsequenzen nicht bewusst gewesen zu sein. Der Vereins- und der Ausschussvorsitzende reagierten umgehend und suspendierten den Schiedsrichter bis zur Verhandlung vor dem Sportgericht. Dem ehrenamtliche Gremium wurden inzwischen auch die Unterlagen zu dem Fall zugestellt. Das Sportgericht wird voraussichtlich im Februar zusammenkommen, so Fleske. Die entsprechenden Internetseiten seien seiner Kenntnis nach inzwischen gelöscht worden. „Das ist Neuland für uns, einen vergleichbaren Fall hat es seit 20 Jahren nicht in unserem Fußballkreis gegeben“, versichert Fleske. Eine Aussprache mit dem Verein des betroffenen Schiedsrichters, dem SV Rotation Schwedt, erfolge. Dieser wolle den 22-Jährigen ausschließen. „Alle weiteren Schritte hängen dann von dem Urteil des Sportgerichtes ab“, so Fleske. Für den Fußballkreis-Vorsitzenden handelt es sich bei den bekannt gewordenen Vorkommnissen um einen Einzelfall und er zeigt sich sicher, dass von einer rechtsextremen Szene oder gar Unterwanderung des Sports nicht gesprochen werden könne. „Einmal mehr erfahren wir durch diesen bekannt gewordenen Fall, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und rechtsextreme oder antisemitische Tendenzen in jeder Form frühzeitig aufzudecken und zu bekämpfen“, schildert inzwischen Ural Memet, Integrationsbeauftragter des Landkreises Uckermark. Auch und gerade in den Sportvereinen, wo gegenseitige Toleranz, Fairness und Achtung eine wichtige Rolle spielten: „Ich bin sehr froh, dass Sportverein und Landesverband so schnell und eindeutig gehandelt und entschieden haben.“

Die schnelle Reaktion begrüßt ebenso der uckermärkische CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen: „Es ist immer wieder erschreckend und maßlos enttäuschend, dass es in unserer offenen Gesellschaft noch Menschen gibt, die dieser braunen Gesinnung auf den Leim gehen. Besonders gefährlich ist es, wenn es Respektspersonen sind, die jungen, für solche Ideen empfänglichen Menschen diese braune Idiotie vermitteln.“ Es sei eben keine Privatsache, dieses über Facebook zu tun, und von daher durch nichts zu entschuldigen, betont Koeppen: „Im Sport geht es um Teamgeist, Toleranz. Auf die Vermittlung dieser Werte vertrauen nicht zuletzt alle Eltern, die ihre Kinder in die Obhut von Vereinen geben.“ Von daher lobt er die konsequente und schnelle Reaktion des Fußballkreises.



Den vollständigen Artiekl lesen Sie in der Printausgabe der Prenzlauer Zeitung vom 11. Januar 2012 auf Seite 16 oder online unter http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/prenzlau/konsequente-haltung-gegen-rechtes-spielfeld-1.375319

zurück | Seite drucken

CDU TICKER

Quelle: cdu.de

GRUNDSATZPROGRAMM

Foto
© CDU Uckermark - www.cdu-uckermark.de | RSS