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Aktuelles

Initiative „Masterplan Uckermark“

Uckermark | 12.04.2012

In der vergangenen Woche habe ich mich mit einen Brief an die Vertreter verschiedenster gesellschaftlichen Gruppen des Landes gewandt und die Einrichtung eines „Runden Tisches Uckermark“ gefordert.

Ich möchte, dass die gegenwärtige Schließung der Kinderstation am Klinikum Schwedt Anfangspunkt einer gemeinsamen Initiative für die Uckermark wird. Ein Weckruf! Die Schließung darf nicht zu einem Höhepunkt des strukturellen Ausblutens der Uckermark werden. Weder das Gesundheitssystem, noch der Klinikbetreiber und die Politik waren offensichtlich durch ihr Engagement oder die Setzung rechtlicher Rahmenbedingungen in der Lage dafür Sorge zu tragen, dass diese Situation nicht eintritt und die notwendige Versorgung der jüngsten Nordbrandenburger in gewohnter Qualität abgesichert wird.

Seit Tagen müssen wir der Presseberichterstattung entnehmen, dass unsere Region wohl mittlerweile für den akademischen Nachwuchs so unattraktiv geworden sei, dass sich trotz massiver Bemühungen niemand mehr findet, der die Absicherung der gesundheitlichen Versorgung unserer Menschen sicherstellen möchte. Wir reden hier von Schwedt – einer der größten Industriestandorte Brandenburgs mit einer wunderbaren Naturlandschaft direkt an der Stadtgrenze und dazu auch noch mit umfangreichem kulturellem Angebot! Wo Kriminalität stetig zunimmt und wo Schulen geschlossen werden, öffentliche Verkehrsverbindungen und die ärztliche Versorgung wegbrechen – zieht niemand hin, bleibt niemand gerne wohnen.

Dieser Erkenntnis müssen wir uns stellen! Gemeinsam! Parteiübergreifend mit allen gesellschaftlichen Gruppen! Mein Schreiben ist nicht als Schuldzuweisungen an die jetzige Landesregierung zu verstehen sondern als ein ernstgemeintes Angebot für einen echten „Runden Tisch Uckermark“.

Die politischen Maßnahmen, die vor einigen Jahrzehnten oder einigen Jahren noch als erfolgreich galten, um die Attraktivität der Uckermark für alle Generationen zu stärken, sind offenbar nicht die Lösung.

Die sogenannten weichen Standortfaktoren - wie hier die gesundheitliche Vorortversorgung – haben heute einen ganz anderen Stellenwert. Der Einsatz der knappen öffentlichen Mittel geht viel zu oft an dem, was hier vor Ort wirklich wichtig ist, vorbei. Ein Einsatz staatlicher Mittel, der sich weiterhin ausschließlich an den Einwohnerzahlen orientiert, wird die Lebensverhältnisse in der Uckermark im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands zunehmend verschlechtern lassen. Punktuelle Lösungsversuche sind zwar ehrenwert, werden die derzeitige Entwicklung des Bevölkerungsverlustes und des Abbaus öffentlicher Versorgungsstrukturen aber nicht aufhalten.

Es ist ein Hohn, den Menschen den Gesundheitstourismus weiterhin als große wirtschaftliche Perspektive für unseren Landstrich anzupreisen, wenn es uns nicht einmal gelingt, die Krankenhausversorgung abzusichern.

Der Runde Tisch ist aus meiner Sicht notwendig, um aus der Klageecke rauszukommen und echte Handlungsoptionen mit den Uckermärkern zu diskutieren.

Ich hoffe, dass ich Ihre Unterstützung für meine Initiative habe und wir gemeinsam als CDU Uckermark die die notwendige Diskussion voranbringen.

Mit den besten Grüßen


Jens Koeppen MdB
Kreisvorsitzender CDU Uckermark


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Quelle: cdu.de

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