Industriestandort Schwedt darf nicht gefährdet werden
Schwedt | 18.01.2012
Auf Initiative des uckermärkischen Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen fand ein Arbeitsgespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann und hochrangigen Vertretern der Industrie der Stadt Schwedt in Berlin statt.
Jens Koeppen: „Um über die Umsetzung des längst fälligen Ausbaus der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße (HoFriWa) zu sprechen, habe ich Schwedter Industriekapitäne von PCK und Leipa sowie Vertreter der IHK Ostbrandenburg und den Schwedter Bürgermeister zu diesem Gespräch nach Berlin eingeladen. Gemeinsam haben wir deutlich gemacht, dass die anstehende Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) mit der Neu-Kategorisierung der Wasserwege auf keinen Fall den Infrastrukturausbau unserer Region und damit den Industriestandort Schwedt gefährden darf!“
Bürgermeister Jürgen Polzehl betonte, dass Schwedt als stärkster Industriestandort in Brandenburg - im dünn besiedelsten Landkreis Deutschlands - die Investition in die Wasserstraße braucht. Zudem sei der Schwedter Hafen Brandenburgs und Berlins einziger Hafen mit direktem Zugang und ohne Schleusung zur Ostsee.
Die Wirtschaftsvertreter sind sich einig: Die jahrelang diskutierte Vertiefung der HoFriWa und damit die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Attraktivität des Schwedter Hafens sowie der Ausbau der Klützer Querfahrt sind ein wesentliches Maßnahmenpaket für den weiteren Erfolg von Schwedt als Industriestandort.
Jens Koeppen formulierte abschließend: „Oberste Priorität hat jetzt die erfolgreiche Verhandlung des deutsch-polnischen Staatsvertrages. Beiderseits der Oder muss daran mit Hochdruck gearbeitet werden. Erst dann kann das Planfeststellungsverfahren beginnen.“
Der Bundestagsabgeordnete sicherte zu, sich weiterhin gemeinsam mit den Industriekapitänen für eine erfolgreiche Umsetzung des Wasserstraßenausbaus zu engagieren.